Polizeibeamte als Zeugen vor Gericht (E-Book)

Polizeibeamte als Zeugen vor Gericht (E-Book)

Zeugenrolle und Sachverständigenstatus

Artikelnummer: 102010
Autor(en): Heiko Artkämper; Carola Jakobs
Auflage: 1. Auflage 2017
Format: ePub, Mobipocket
Preis: € 14,99

Das Recht der Vermögensabschöpfung ist eine spezielle und hochkomplexe Materie, die bislang nur wenigen Strafverfolgern geläufig ist. Aufgrund des zum 1. Juli 2017 in Kraft getretenen Gesetzes zur Reform der strafrechtlichen Vermögensabschöpfung ist es erforderlich, in jedem Ermittlungsverfahren gleich zu Beginn zu prüfen, ob und ggf. wer etwas durch oder für die Tat im Sinne der §§ 73 ff. StGB erlangt hat. Die Strafverfolgungsbehörden stehen insoweit vor einer enormen Herausforderung.

Vor diesem Hintergrund stellt die Autorin des vorliegenden Buches die komplizierten und stärker denn je mit dem Zivilrecht verknüpften Regelungen der strafrechtlichen Vermögensabschöpfung übersichtlich und praxisbezogen dar.

Sie richtet sich dabei vorrangig an die Ermittlungspersonen der Staatsanwaltschaft („Ermittler“), die in der Pflicht stehen, von der Einleitung des Ermittlungsverfahrens an, zielgerichtete und effektive Ermittlungen zum Taterlangten aufzunehmen.

Inhaltlich legt die Autorin den Schwerpunkt deshalb auf die materiell-rechtlichen Vorschriften der strafrechtlichen Vermögensabschöpfung (§§ 73 ff. StGB). Soweit es für die praktische Arbeit der Ermittler erforderlich ist, geht sie auch auf den gesamten weiteren Verfahrensablauf von den vorläufigen Sicherungsmaßnahmen (§§ 111b ff. StPO) über die Hauptverhandlung bis hin zum Vollstreckungs- und Entschädigungsverfahren (§§ 459g ff. StPO) ein.

Mit über 30 Schemata, die die jeweiligen theoretischen Erläuterungen veranschaulichen sowie mit mehr als 100 Fallbeispielen und zahlreichen Formulierungsvorschlägen für Anträge, Begründungen und Musterschreiben bietet diese Darstellung ihren Lesern zudem wertvolle Hilfestellung für die tägliche Ermittlungspraxis.

Dr. Heiko Artkämper, Kapitaldezernent bei der Staatsanwaltschaft Dortmund

Studium der Rechtswissenschaften überwiegend an der Ruhr-Universitat Bochum, erstes juristisches Staatsexamen 1984, zweites juristisches Staatsexamen 1988, Promotion zum Dr. jur. 1994. Von 1984 bis 1993 (Forschungs- und Lehr-)Tätigkeit für die Ruhr-Universität Bochum als wissenschaftliche Hilfskraft, wissenschaftlicher Mitarbeiter und wissenschaftlicher Assistent am Lehrstuhl für Straf- und Strafprozessrecht. 1991 Lehrauftrag für die Fachhochschule für Recht und Verwaltung in Potsdam.  1993 Eintritt in den staatsanwaltschaftlichen Dienst. Seit Mai 1995 Kapitaldezernent bei der Staatsanwaltschaft Dortmund, Ernennung zum Gruppenleiter 2006.

Tätigkeitsschwerpunkte:  Mord / Totschlag / Brandstiftung / erpresserischer Menschenhandel / Geiselnahme /Verstöße gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz / Bergunfallsachen / tödliche Verkehrsunfälle / tödlicher Einsatz von Schusswaffen durch Exekutivbeamte.

Nebentätigkeiten seit 1995 als Mitglied des Justizprüfungsamtes Hamm, Leiter von Referendararbeitsgemeinschaften und Fortbildungsveranstaltungen für junge Staatsanwälte und Staatsanwältinnen. Umfangreiche bundesweite Vortragstätigkeiten sowohl für Polizeibeamte als auch  für Staatsanwälte und Richter. Themenschwerpunkte: Polizeibeamte als Zeugen vor Gericht / Belehrungen / Gegenüberstellungen / Konfliktverteidigung und deren Abwehr / Einsatz technischer Mittel im Ermittlungsverfahren. Von 2002 bis 2005 Dozent im Ratslehrgang in Selm-Bork.

Mitherausgeber des Strafrechtsreports (StRR).

Veröffentlichungen:

Hausbesetzer, Hausbesitzer, Hausfriedensbruch. Springer 1995.

Gegenüberstellungen -  Erkenntnisquelle mit Kautelen. In: Kriminalistik 1995, S. 645 ff.

Fehlerquellen der Beschuldigtenvernehmung. In: Kriminalistik 1996, S. 393 ff.

Fehlerquellen der Beschuldigtenvernehmung II. In: Kriminalistik 1996, S. 471 ff.

Anmerkung zu OLG Brandenburg, NJ 1996, 590. In: Neue Justiz 1996, S. 591 f.

Sofortfahndung und Wiedererkennen. In: Kriminalistik 1997, S. 505 f.

Die ,,gestörte” Hauptverhandlung, 2. Aufl., Gieseking 1997.

Belehrungsproblematik und Verwertbarkeit. In: Polizei - heute, 1998, S. 7 ff.

Praktikerforum: Mindeststandards der Pflichtverteidigung. In: Neue Justiz 1998, S. 134.

Ermittlungsmaßnahmen in Funktelefonnetzen. In: Kriminalistik 1998, S. 202 ff.

Praktikerforum: Das Recht zur Verteidigerkonsultation. In: Neue Justiz 1998, S. 246.

Praktikerforum: Absprachen im Strafverfahren. In: Neue Justiz 1998, 5. 409.

Polizeiliche Vernehmungen. In: Kriminalistik 1998, 5. 572 ff.

Carola Jakobs, Oberstaatsanwältin

Staatsanwaltschaft Dortmund, Abteilungsleiterin/Dezernentin für Ärzteverfahren, Rechthilfe pp.